von Kai Hensel (*1965)
Inszenierung: Daniel Minetti
Bühne und Kostüme: Tsvetelina Marinova
Dramaturgie: Ulrike Brambeer
„Herr Klamm, hiermit erklären wir Ihnen den Krieg“, steht in einem Brief, mit dem die Schüler eines Deutsch-Leistungskurses den Ausnahmezustand über ihren Lehrer verhängen. Auslöser ist der Selbstmord des Schülers Sascha, dem Klamm den einen Punkt, der zum Bestehen des Abiturs nötig gewesen wäre, versagt hat. Da die Klasse dem Lehrer die Schuld am Tod des Jungen gibt, reagiert sie mit totaler Unterrichts-Verweigerung.
Nun nimmt auch Klamm den Kampf auf: Er redet gegen die eisige Mauer des Schweigens an, versucht, die Schüler mit Hohn, mit Bestechung, mit Drohungen zu erreichen. Doch je länger Klamm einsam argumentiert, desto deutlicher wird, welche Verletzungen und Störungen, die sich in blindem Hass und einsamer Verzweiflung Bahn brechen, er selber mit sich herumträgt.
Kai Hensel wurde für seinen Monolog Klamms Krieg 2002 mit dem Deutschen Jugendtheaterpreis ausgezeichnet. Mit diesem Stück ist ihm ein hoch spannendes Psychogramm gelungen, das den Ursachen von Gewalt in einem System von Abhängigkeit und Zwang zwischen Lehrern und Schülern auf den Grund geht.
Klamms Krieg ist eine mobile Produktion, die ab sofort von Schulen als Klassenzimmerstück beim Besucherservice (siehe unten) gebucht werden kann.
Premiere: Mittwoch, 18. Januar 2012, 10.45 Uhr, Berufskolleg Mönchengladbach
Vorstellungsdauer: ca. 45 Minuten Spieldauer und 45 Minuten Nachgespräch (2 Schulstunden)
Kontakt:
Besucherservice Mönchengladbach
Tel.: 02166/6151 -119 oder -165
E-Mail: besucherservice-mg@theater-kr-mg.de
Besucherservice Krefeld
Tel.: 02151/805-121 oder -180
E-Mail: besucherservice-kr@theater-kr-mg.de


