Operette in drei Akten
Libretto von Herman Haller
Gesangstexte von Rideamus (Fritz Oliven)
Musik von Eduard Künneke (1885-1953)
Julia und ihr Vetter Roderich haben sich als Kinder ineinander verliebt und einander ewige Treue geschworen. Nun ist Julia erwachsen und ihr Roderich weilt schon seit Jahren in „Dingsda“, im fernen Asien. Obwohl Julias griesgrämiger Vormund Onkel Josse und seine Frau Wimpel andere Pläne mit ihrem steinreichen Mündel haben, lässt Julia nicht von dem Vorhaben ab, auf Roderich zu warten. Josse und seine Frau möchten Julia nämlich mit ihrem Neffen August Kuhbrot verheiraten, damit das Geld in der Familie bleibt. Eines Tages erscheint plötzlich ein „armer Wandergesell“ auf der Bildfläche und behauptet, der langersehnte Roderich zu sein. Julia misstraut dem charmanten Fremdling, ihre Freundin Hannchen aber ist begeistert. Die Verwirrung ist komplett, als völlig unerwartet ein zweiter Roderich auftaucht. Nun muss das Versteckspiel aufgedeckt werden und sich die wahre Liebe durchsetzen.
„Der Vetter aus Dingsda“, uraufgeführt 1921 in Berlin, ist nach wie vor eines der beliebtesten Werke der Berliner Operette. Dem Komponisten Eduard Künneke und seinen Autoren Hermann Haller und Rideamus alias Fritz Oliven gelingt es in diesem Stück, auf die Unbeschwertheit und Leichtigkeit der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg Bezug zu nehmen und das Publikum mit einer raffinierten Verwechslungsgeschichte und mitreißenden Melodien zu verzaubern. Mit Hits wie „Ich bin nur ein armer Wandergesell“, „Strahlender Mond“ oder dem „Batavia-Song“ zählt diese Operette nach wie vor zu den beliebtesten dieser oftmals unterschätzten Gattung.
Spielplan 09|10
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