Libretto von Randolph Stow u.a.
Musik von Peter Maxwell Davies (*1934), Falk Hübner (*1979), Giuseppe Verdi (1813-1901), Jacques Offenbach (1819-1880) und Richard Wagner (1813-1883)
Miss Donnithorne fiebert ungeduldig ihrem „schönsten Tag im Leben“ entgegen. Sie ist die Verlobte eines Marineoffiziers und hat alle Vorbereitungen für die Eheschließung getroffen. Einziges Manko: Ihr Bräutigam ist bisher nie zur Vermählungszeremonie erschienen. Sie wartet vergeblich. Und das seit 30 Jahren. Doch sie lässt sich in ihrer Hoffnung nicht erschüttern, auch wenn die verrottete Hochzeitstorte das einzige ist, was noch übriggeblieben ist. In Miss Donnithornes schockgefrorene Welt dringen nach und nach drei weitere Frauen ein: Eine extrem suizidgefährdete Melancholikerin, eine erfolgreiche, attraktive Hochzeitsplanerin und schließlich eine mysteriöse Schönheit aus dem Wasser. Vier völlig unterschiedliche Frauen. Als sich aber die pragmatische Hochzeitsplanerin daran macht, das verweste Hochzeitsbankett aufzuräumen, wird nicht nur viel Staub aufgewirbelt, sondern auch so manche Überraschung zu Tage befördert...
Rund um Peter Maxwell Davies’ groteskes Musiktheaterwerk „Miss Donnithorne’s Maggot“, das 1974 als unerhörtes und doch zutiefst mitfühlendes Porträt einer Verrückten uraufgeführt wurde, fügt der Newcomer der freien Musikszene Falk Hübner unterschiedlichste Kompositionen der Musikgeschichte zu einem schrägen, rabenschwarzen Abend über verzerrte Wahrnehmung, Liebeskummer, Wahnsinn und Erlösung zusammen.

Spielplan 09|10
zurück
nach oben