Komische Oper in drei Aufzügen
Dichtung und Musik von Albert Lortzing (1801 – 1851)
Im beschaulichen holländischen Hafenstädtchen Saardam halten sich – beide inkognito – zwei Namensvetter versteckt: Der russische Zar Peter I. will als einfacher Zimmermann Peter Michailow dem Volk nah sein, sein Zimmergenosse Peter Iwanow ist fahnenflüchtig und dazu noch unsterblich in Marie verliebt, die Nichte des tölpelhaften Bürgermeisters van Bett. Als sich die Stadt mehr und mehr mit ausländischen Diplomaten füllt, wird es eng für beide Peter. Van Bett meint schließlich, in Peter Iwanow den russischen Zaren ausfindig gemacht zu haben und plant ihm zu Ehren ein großes Fest. Mit der Sperrung des Hafens durch die holländische Regierung, die dadurch die Ausreise hochqualifizierter Arbeitskräfte verhindern will, ist sowohl für den Zaren als auch für den Zimmermann die Stunde der Wahrheit gekommen.
Mit seiner im flüssigen Konversationston geschriebenen Oper „Zar und Zimmermann oder Die beiden Peter“ bereicherte Albert Lortzing die Gattung Oper um eine weitere, mit ihrem Wechsel von gesprochenen Dialogen und Gesang der Operette verwandte Form: die Spieloper. Seit seiner Uraufführung am 22. Dezember 1837 in Leipzig, bei der der Komponist selbst die Rolle des Peter Iwanow sang, ist sein „Zar“ ein Publikumsstück, das humor- und liebevoll von den Sorgen und Nöten des einfachen Volkes erzählt.
Spielplan 09|10
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