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Theater Krefeld/Möchengladbach

Robert Norths Kontraste & Rhythmen (Uraufführung)

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Kontraste © Stutte
© Stutte

Ballettabend von Robert North mit vier Choreografien

Lonely town, lonely street – Musik von Bill Withers (*1938)
Prometheus (UA) – Musik von Zoltán Kodály (1882–1967)
Arkadien (UA) – Musik von Igor Strawinsky (1882–1971)
Troy Game – Musik von Bob Downes (*1937) und Brasilianische Batucada



Choreografie: Robert North
Choreografie-Assistenz: Sheri Cook
Ausstattung: Andrew Storer/Peter Farmer/Robert North
Dramaturgie: Regina Härtling


In seinem neuen Ballettabend vereint Robert North vier stilistisch und inhaltlich sehr unterschiedliche Choreografien, die aber durch eine Komponente – nämlich den Rhythmus der jeweiligen Musik – miteinander verknüpft sind.

Die erste Choreografie Lonely town, lonely street zeigt eine Szenenfolge mit alltäglichen Episoden und Momenten im Zusammenleben von Menschen, wobei natürlich auch Liebesbeziehungen nicht fehlen. Die Jazz- und Soul-Musik von Bill Withers findet ihre Entsprechung in einem modernen Tanzstil mit Jazzelementen.

Der Mittelteil kombiniert in reizvollem Kontrast Antike und klassische Moderne miteinander: Sowohl die mythische Figur des Prometheus, der den Menschen das Feuer bringt und von Zeus dafür bestraft wird, als auch das von dem römischen Dichter Vergil kreierte poetische Traumland Arkadien, in dem sich die Sehnsucht nach einer friedvollen, heiteren Welt widerspiegelt, sind auch heute noch assoziationsreiche Metaphern. Im klassischen Stil getanzt, wirkt diese Anmutung aus der Antike durch die Musik von Kodály und Strawinsky jedoch gegenwärtig und lebendig.

Den Abschluss bildet Robert Norths weltberühmte Choreografie Troy Game zu traditioneller brasilianischer Batucada-, Samba- und Percussion-Musik, verwoben mit Bob Downes’ Komposition Shadowboxing. In dieser augenzwinkernd humorvollen Studie über vitales Kräftemessen, Rivalitäten, Sport und Spiele demonstrieren junge Männer kämpferisch ihre Überlegenheit und versuchen, sich gegenseitig auszustechen. Inspiriert ist diese Choreografie einerseits von den so genannten phyrrischen Tänzen, die zur Ertüchtigung von Kriegern dienten und Bestandteil der Soldatenausbildung im antiken Griechenland waren, und andererseits von verschiedenen asiatischen Kampfsportarten


Vorstellungsdauer: ca. 2 Stunden, 2 Pausen