1. Chorkonzert 18/19

1. Chorkonzert 18/19

in Kooperation mit Amnesty International, Ortsgruppen Krefeld und Mönchengladbach
Dirigent Michael Preiser

Am 10. Dezember 1948 wurde in Paris von der Generalversammlung der Vereinten Nationen die „Allgemeine Erklärung der Menschenrechte“ formuliert und verabschiedet: „Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Sie sind mit Vernunft und Gewissen begabt und sollen einander im Geiste der Brüderlichkeit begegnen.“ Um den nun 70. Jahrestag der Verkündung dieser Menschenrechtscharta zu würdigen, findet das erste Chorkonzert der Niederrheinischen Sinfoniker in Kooperation mit den Amnesty International Ortsgruppen Krefeld und Mönchengladbach statt.

Dementsprechend beginnt der Abend mit der so genannten Paukenmesse von Joseph Haydn. Ihren offiziellen Titel Missa in tempore belli (Messe in Kriegszeiten) verdankt sie dem abschließenden „Agnus Dei“, in dem Haydn mit markanten Paukenschlägen die damalige Bedrohung Wiens durch die Truppen Napoleons vertonte.

Immer wieder im Tätigkeitsbereich von Amnesty International liegt Georgien, das Heimatland von Giya Kancheli. In seinem Chiaroscuro bezieht er sich nicht nur im Titel auf die alte Maltechnik, die den Kontrast von Hell und Dunkel besonders betonte, sondern lotet einfühlsam die verschiedenen Schattierungen dieses Gegensatzpaares aus.

Zum Gedenken seines Vaters und aller Menschen, die in den Vernichtungslagern der Nationalsozialisten starben, komponierte Erich Zeisl sein zutiefst anrührendes Requiem Ebraico, eine seiner meistgespielten Kompositionen.

Joseph Haydn (1732 – 1809)
Missa in tempore belli C-Dur „Paukenmesse“
Giya Kancheli (geb. 1935)
Chiaroscuro (für Violine und Kammerorchester)
Erich Zeisl (1905 – 1959)
Requiem Ebraico. Psalm 92