2. Chorkonzert 18/19

2. Chorkonzert 18/19

- mit Live-Sandmalerei
Dirigent Mihkel Kütson

Antonín Dvořák vertonte mehrfach Texte des Schriftstellers Karel Jaromír Erben. Auch seine Kantate Die Geisterbraut op. 69 basiert auf Erbens Sammlung „Kytice z pověstí národních“ („Ein Blumenstrauß nationaler Sagen“), dort zu finden unter dem Titel „Svatební košile“ („Das Hemd der Braut“). Die in Tschechien weit verbreitete Gruselgeschichte erzählt von einem jungen Mädchen, das sehnsüchtig auf seinen Bräutigam wartet. Um Mitternacht erscheint er endlich – doch er hat sich in einen Untoten verwandelt, der das Mädchen mit in sein Reich nehmen möchte. Schon zerrt er sie in einer wilden Hatz über Stock und Stein, durch unheimliche Moore, vorbei an flirrenden Irrlichtern und drohenden Hunden. Das Grauen steigert sich immer mehr – bis der erste Hahnenschrei den Spuk beendet und die Erlösung bringt.

Ein seiner Vertonung gelingt es Antonín Dvořák meisterlich. das Geschehen und die breite Gefühlspalette von Sehnsucht und Hoffnung bis Grauen und Verzweiflung in Töne zu verwandeln und dem Zuhörer so manchen Schauer über den Rücken zu lagern.

Als Besonderheit kann das Publikum das Geschehen im Chorkonzert auch sehend miterleben: Sandkünstlerin Anne Löper erstellt parallel zur Musik illustrierende Sandbilder, die auf eine Leinwand projiziert werden. Mit nur wenigen Bewegungen und kleinen Änderungen entwickelt sie dabei ein Bild organisch aus dem anderen heraus.

Antonín Dvořák (1841 – 1904)
Die Geisterbraut op. 69

– mit Live-Sandmalerei

Für die Freitags-Abonnenten:
Bitte beachten Sie, dass das Konzert ausnahmsweise an einem Mittwoch stattfindet.