Drei Mal "Draußen vor der Tür"

Drei Mal "Draußen vor der Tür"

Podiumsdiskussion

1980 inszenierte das Regieteam Erforth/Stillmark am Deutschen Theater Berlin (DDR) in der Studio Bühne BAT Wolfgang Borcherts Kriegsheimkehrerstück DRAUSSEN VOR DER TÜR von 1947. In der Aufsehen erregenden Inszenierung spielte Thomas Neumann den „Beckmann“, einen Verratenen der jungen Generation im etablierten System der Väter. 2014 brachte Matthias Gehrt das Stück am Theater Krefeld Mönchengladbach auf die Bühne. Adrian Linke zeigte seinen „Beckmann“ als Verlorenen im Regen. 2017 inszenierte Gehrt das Stück in Israel als hebräische Erstaufführung, mit Alon Openhaim in der Hauptrolle, einem Ehemaligen der israelischen Armee. Das Gastspiel dieser brisanten Inszenierung in der Fabrik Heeder ist Vielen noch in Erinnerung.

Nun bringt das Theater Krefeld mit der Internationalen Wolfgang Borchert Gesellschaft e.V., sowie dem Internationalen Theaterinstitut diese drei „Beckmann“-Darsteller und die Regisseure Gehrt und Stillmark in einer bisher einzigartigen öffentlichen Diskussion zusammen. Welche Wirkung entfaltet Borcherts berühmtes Stück in unterschiedlichen historischen und politischen Zusammenhängen? Welche Erfahrungen machten die Schauspieler und Regisseure mit ihren so unterschiedlichen Biografien mit dem Stück? Um diese und ähnliche Fragen soll es gehen bei dieser seltenen Gelegenheit, sich über Geschichte und Gegenwart, Literatur und Theater zu verständigen. Für die Moderation konnte Prof. Gad Kaynar (Tel Aviv), der Übersetzer des Stückes ins Hebräische, gewonnen werden.

mit freundlicher Unterstützung:

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