LOGO: Theater Krefeld/Mönchengladbach Vorschau auf die Spielzeit 2009 / 2010 !

Vorschau auf die Spielzeit 2009 / 2010 !

Heuschrecken

Heuschrecken © Stutte
© Stutte

von Biljana Srbljanović (*1970)


Nadežda, die hübsche Maskenbildnerin, verliebt sich in Maksim, den Starmoderator ihres Fernsehsenders, der wegen kariöser Stümpfe im Mund an Zahnschmerzen leidet. Milan hat zwar eine Hochschulausbildung, aber keinen Beruf. Dada dominiert den Haushalt der Familie Ignjatović. Ihr Schwiegervater kuscht zu Hause vor Dada und sitzt auf seinem Geld. Dafür beherrscht er als Akademiemitglied seinen alten Freund und Kollegen Simić. Simić verfolgt mit seiner Zudringlichkeit Nadežda, die seine Tochter sein könnte. Fredi setzt seinen demenzkranken Vater auf einer Autobahnraststätte aus, und die Ärztin Žana, Maksims Ex-Frau, wirft ihre Mutter, die sich bei ihr einquartieren will, in hohem Bogen hinaus. Auf Fredis Terrasse trifft sich die illustre Gesellschaft zum Feiern – nur die Alten sind nicht dabei.

Auf den ersten Blick haben diese Episoden wenig miteinander zu tun. Doch die Autorin verbindet sie geschickt zu einem Portrait von Glücksuchenden nach dem Krieg. Sie schildert das Serbien von heute als moderne Gesellschaft, deren zentrales Thema das Altern ist.
Biljana Srbljanović ist eine der meistgefeierten serbischen Dramatikerinnen der letzten Jahre, ihre Stücke wurden in mehrere europäische Sprachen übersetzt. Die Kritikerjury der Zeitschrift „Theater heute“ kürte Srbljanović im Jahr 2006 für ihr Werk „Heuschrecken“ zu einer von drei „ausländischen Dramatikern des Jahres“.