Wilhelm Tell

Wilhelm Tell

Von Friedrich Schiller
Inszenierung Matthias Gehrt, Bühne Gabriele Trinczek, Kostüme Kirsten Dephoff, Musik Jörg Ostermayer

„Wir wollen sein ein einzig Volk von Brüdern / In keiner Not uns trennen und Gefahr.“

Schillers Utopie einer gerechtfertigten und gelungenen Revolution von unten erzählt die Geschichte des Aufstandes der Schweizer Bergbauern gegen den Natur und Menschen ökologisch und ökonomisch ausbeutenden Landvogt Gessler. Während sich die Bauern gegen den zynisch brutalen Stellvertreter einer Weltmacht solidarisieren, beteiligt sich der Eigenbrötler Wilhelm Tell nicht am Rütlischwur, der den zunächst geheimen Widerstand der Aufständischen besiegelt. Erst als Gessler ihn zum Apfelschuss nötigt, wird Tell aktiv und tötet den Tyrannen aus persönlichen Motiven. Damit wird Tell Teil des Freiheitskampfes der Schweizer Eidgenossen und von ihnen für ihre zugleich revolutionäre wie wertkonservative Freiheitsbewegung vereinnahmt.

Schillers Wilhelm Tell ist ein Stück über politischen Widerstand, Zivilcourage und die Verteidigung von ökologischen und freiheitlichen Werten.